Die Schicksale der Menschen und unser Projekt …

Liebe Freunde, wir möchten mit unserem Projekt auch über Schicksale die uns Nahe gehen berichten. Wir möchten gemeinsam mit euch versuchen, Claudias
Wunsch zu erfüllen, dass sie nicht auf dem Krankenbett von dieser Erde Abschied nehmen muss, sondern auf einen unserer Seniorenstifte inmitten ihrer Fellnasen. In der Kooperation mit der Fa UEI GmbH  aus Heidelberg versorgen wir Claudia in der Zwischenzeit mit Optidrink und wenn finanziell machbar ist, auch mit Arthro. Die Aussichten sind vorhanden, dass wir es so bis zur Fertigstellung des ersten Seniorenstiftes schaffen könnten. Allerdings muss die tägliche Einheit drastisch erhöht werden, doch dazu benötigen wir noch viele weitere Spender/innen, ab 5,- Euro aufwärts kann hier über unseren Paypalspendenbutton Grosses geleistet werden.
Im Namen von Claudia ganz herzlichen Dank für alle Unterstützung, doch lest selbst:
Hallo ich bin Claudia R. ich wurde am 11. August 1969 in Aachen geboren. Aufgewachsen bin ich in Stadt und Landkreis Hof an der Saale in Bayern. In der Schule habe ich sehr, sehr viel Sport getrieben. Im Alter von 15 Jahren fingen die ersten Rückenschmerzen an, die dann, Mitte 20, chronisch wurden. Eigentlich wollte ich Medizin studieren, aber ich wurde kurz vor dem Abitur richtig krank, sodass ich vom Gymnasium abgehen musste. Ich bekam Myoklonien (Muskelzuckungen) im ganzen Körper. Ich wurde in meiner gesamten Schulzeit von meinen Mitschülern gemobbt. Durch diese und weitere schlechte Erfahrungen mit Menschen bin ich den Tieren sehr zugetan.
Besonders Hunde haben es mir angetan, weil ich mit diesen aufgewachsen bin. Meine Mutter hatte immer Hunde.
1992 holte ich mir meinen ersten eigenen Hund, einen Bullterrier – Mischling namens Eddi. Er war zweieinhalb Jahre alt, als ich ihn aus dem Tierheim holte und wurde 16. Zwei Monate nach Eddi’sTod holte ich mir im Mai 2006 einen
4 Monate alten Husky – Malamute, Zeus, ebenfalls aus dem Tierheim.
Er wurde leider nur siebeneinhalb Jahre alt weil er am 01.07.2013 an einer Sepsis (Blutvergiftung) verstarb.
Diese ganze Zeit war davon geprägt, dass ich immer rein ins Krankenhaus und raus aus dem Krankenhaus, immer im Wechsel, gehen musste. Wegen verschiedener gesundheitlicher Probleme.
Nachträglich ist noch zu sagen, dass ich von 1992 – 1994 als Regieassistenz für Musiktheater gearbeitet habe und auch aufgetreten bin.
Seit meinem 10. Lebensjahr spiele ich klassische Konzertgitarre und um einiges später kam noch Violine hinzu.
Am 02. April 2014 wurde ich am linken Knie operiert. Ich bekam eine Knietotalendoprothese. Ab da konnte ich nur noch am Rollator gehen.
Da das Knie von Anfang an immer rein und raus sprang, folgte am 09. Januar 2015 eine Korrektur – OP, in der das Patellarband (bei der Kniescheibe) von der Tuberositas tibiae ( “Schienbeinhöcker”) verlegt wurde, um das Knie zu stabilisieren. Das misslang auch.
Im Januar 2016 kam dann noch eine 24 h – Sauerstoffpflicht wegen COPD und Asthma hinzu (wobei ich Asthma schon als Jugendliche hatte).
Eineinhalb Jahre später bekam ich dann noch eine Tetraparese (teilweise Lähmung von Armen und Beinen), weswegen ich im Rollstuhl sitze.
Seit dem 03. Januar 2017 befinde ich mich in einem Pflegeheim in Bayern. Da möchte ich aber wieder raus, weil ich davon träume, zwei Hunde zu haben, mittelgroß oder groß, vielleicht Schäferhund, Labrador oder Retriever, etwas in der Art, aus dem Tierschutz, denen ich meine ganze Liebe (und davon habe ich viel) schenken und die ich glücklich machen kann.
Gassi gehen kriege ich hin, weil ich seit Januar 2018 einen Elektroantrieb am Rollstuhl habe.
Das ist ein Traum, den ich träume, weil ich nicht einsam und allein hier im Pflegeheim sterben will.
Mein Leben ist hier so arm geworden ohne eigene Hunde, so unendlich arm.
“Gemeinsam statt einsam, Lebensqualität bis zum Lebensende”
Herzlichst – euer Michael.
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